THW-Helfervereinigung Ronnenberg e.V.


Bandschnalle zum "Ehrenzeichen der Deutschen Verkehrswacht"

Artikel-Nr. Bezeichnung Abbildung
114 Ehrenzeichen der Deutschen Verkehrswacht

"Silber"
(weitere Hinweise)

115 Ehrenzeichen der Deutschen Verkehrswacht

"Gold"
(weitere Hinweise)

Weitere Hinweise finden Sie in den folgenden Erläuterungen sowie der Stiftungsurkunde.

Auszeichnung bewährter Kraftfahrer

Zielgruppe

Alle Kraftfahrer mit mindestens zehnjähriger vorbildlicher Fahrzeit.

Ziele und Umsetzung

Die Deutsche Verkehrswacht stiftete im Jahre 1952 eine Auszeichnung für bewährte Kraftfahrer, die es heute in den Stufen

gibt.

Die Auszeichnung als bewährter Kraftfahrer hat eine Doppelnatur: Einerseits dient sie der Anerkennung für vorbildliches Verhalten im Strassenverkehr in der Vergangenheit - dem Auszeichnungszeitraum; gleichzeitig nimmt sie die Ausgezeichneten aber auch für die Zukunft in die Verantwortung. Mit der Annahme der Auszeichnung verpflichtet sich der Kraftfahrer, "auch weiterhin durch umsichtiges, rücksichtsvolles und hilfsbereites Verhalten im Strassenverkehr anderen Verkehrsteilnehmern Vorbild zu sein".

 

568 Bronze für 10 Jahre Fahrzeit ohne Abbildung
569 Silber für 20 Jahre Fahrzeit ohne Abbildung
570 Silber mit Eichenkranz für 25 Jahre Fahrzeit ohne Abbildung
571 Gold für 30 Jahre Fahrzeit ohne Abbildung
572 Gold mit Eichenkranz für 40 Jahre Fahrzeit ohne Abbildung
573 Goldenes Lorbeerblatt für 50 Jahre

Weitere Hinweise zur Auszeichnung "Bewährter Kraftfahrer"

Auszeichnung "Kraftfahrerbewährabzeichen"

Das Kraftfahrerbewährabzeichen wurde am 23.10.1943 gestiftet und ist in den Stufen Bronze, Silber und Gold für verdiente Kraftfahrer der Wehrmacht verliehen worden.

Artikel-Nr. Bezeichnung Abbildung
391-br Kraftfahrbewährabzeichen Bronze
391-si Kraftfahrbewährabzeichen Silber ohne Abbildung
391-go Kraftfahrbewährabzeichen Gold ohne Abbildung

 


Auszeichnung der Deutschen Verkehrswacht ("Bewährter Kraftfahrer")

(Auszug aus dem Handbuch der Deutschen Verkehrswacht)

Allgemeine Hinweise

"So mancher unachtsame Fußgänger, der in Gedanken die Fahrbahn überschreiten wollte, verdankt sein Leben der Geistesgegenwart eines Chauffeurs" vermerkt die Verkehrswarte 1933. Und sie fährt fort: Die "Verkehrswacht Leipzig e. V hat daher beschlossen, alle Berufsfahrer, die ihren schweren Beruf mindestens 15 Jahre lang ohne Beanstandung ausüben, mit der Armbinde 'Anerkennung im Fahrdienst' zu bedenken."

Was die Verkehrswacht Leipzig damals demonstrierte, ist heute wichtiger Bestandteil vor allem der Arbeit örtlicher Verkehrswachten: die Auszeichnung als bewährter Kraftfahrer.

1952 stiftete die Bundesverkehrswacht eine Auszeichnung für "normale" Kraftfahrer, die es heute in den Stufen

gibt.

Die DVW hat die Auszeichnung den Landesverkehrswachten übertragen. Diese haben von der dabei eingeräumten Möglichkeit, die Auszeichnung weiter an ihre örtlichen Verkehrwachten zu delegieren, durchgängig Gebrauch gemacht.

Zur Ehrung gehören ein Antrag ("Angaben"), ein Merkblatt und nur für den internen Gebrauch der Verkehrswachten bestimmte Richtlinien. Bei der Ehrung werden

übergeben, der zum (kostenpflichtigen) Bezug von Fahrzeugplaketten (Metall) berechtigt.

Antrag

Der Antrag enthält neben Angaben zur Person, zur Fahrerlaubnis und zur gewünschten Auszeichnungsstufe die Erklärung des Antragstellers, in dem fraglichen Zeitraum selbst regelmäßig ein Kraftfahrzeug geführt zu haben. Ferner muß sich der Antragsteller zu gerichtlichen und ordnungsbehördlichen Maßnahmen äußern.

Er mußte bis 1998 sein Einverständnis erklären, daß die Verkehrswacht seine Angaben durch eine Anfrage beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) nachprüft - was regelmäßig geschah - und daß der Verkehrswacht Auskünfte aus dem Verkehrszentral-Register erteilt wurden. Seit dem 1. Januar 1999- muß der Antragsteller-selber beim KBA die ihn betreffende Auskunft einholen und sie der Verkehrswacht zusammen mit dem Auszeichnungsantrag vorlegen. Die Auskunftseinholung beim KBA ist kostenlos, erfordert aber eine beglaubigte Unterschrift oder eine Beglaubigung der Fotokopie des Personalausweises oder Reisepasses.

Schließlich muß er die Bedingungen des Merkblattes anerkennen und sich verpflichten, Urkunde, Anstecknadel, Plakette und Ausweis zurückzugeben, wenn er die Bedingungen der Auszeichnung nicht mehr erfüllt, wenn also zukünftige Ereignisse eintreten, welche der Auszeichnung entgegenstellen.

Hier wird deutlich, daß die Auszeichnung als bewährter Kraftfahrer eine Doppelnatur hat: sie ist einmal Anerkennung für vorbildliches Verhalten im Straßenverkehr für eine bestimmte zurückliegende Zeit, eben den Auszeichnungszeitraum, durch die Verkehrswacht. Sie ist aber gleichzeitig auch eine Verpflichtung des Ausgezeichneten für die Zukunft: Mit der Annahme der Auszeichnung verpflichtet sich der Kraftfahrer, "auch weiterhin durch umsichtiges, rücksichtsvolles und hilfsbereites Verhalten im Straßenverkehr anderen Verkehrsteilnehmern Vorbild zu sein" (Merkblatt).

Der Doppelcharakter der Auszeichnung kommt wieder in der Bestimmung zum Ausdruck, der zufolge sich der Antragsteller verpflichten muß, die Auszeichnung zurückzugeben, wenn ihm künftig durch ein Gericht oder eine Verwaltungsbehörde die Fahrerlaubnis entzogen oder gegen ihn ein Fahrverbot verhängt wird. In besonderen Fällen kann die Landesverkehrswacht - bei Deutschen mit Wohnsitz im Ausland die DVW - den Träger der Auszeichnung auf dessen Antrag von dieser Verpflichtung entbinden.

Sonstiges

Berufskraftfahrern und Straßenbahnführern wird die Auszeichnung in folgenden Stufen verliehen:

Es gilt im wesentlichen das allgemein zur Auszeichnung für bewährte Kraftfahrer Gesagte. Der Begriff des "Berufskraftfahrers" hat in der Vergangenheit zu Auslegungsschwierigkeiten geführt. Heute definieren die Richtlinien: "Berufskraftfahrer ist eine Person, deren Beruf das Führen von Kraftfahrzeugen ist". Zuständig für die Bearbeitung ist die Verkehrswacht, in deren Bereich der Arbeitgeber des Berufskraftfahrers oder Straßenbahnführers seinen Sitz hat; hat der Betrieb seinen Sitz im Ausland, ist die DVW zuständig. Dem Antrag muß, ein Beschäftigungsnachweis des Arbeitgebers beigefügt sein, der einen Oberblick über die Tätigkeit des Antragstellers während des für die Auszeichnung in Frage kommenden Zeitraums gibt. Die Auszeichnung soll dann unter Einschaltung des Betriebes erfolgen, dem der Auszuzeichnende angehört.

Hintergrund - Informationen

Ehrenzeichen der Deutschen Verkehrswacht

Mit Stiftungsurkunde vom 07.11.1957 wurde vom damaligen Präsidenten der Bundesverkehrswacht Prof. Dr. Walter Linden das Ehrenzeichen der Bundesverkehrswacht gestiftet. Im "Erlaß über die Genehmigung der Stiftung und Verleihung von Orden und Ehrenzeichen" und über die Anerkennung von Ehrenzeichen" vom 04.07.1958 (Bundesgesetzblatt Teil 1, S. 422) genehmigte der damalige Bundespräsident Prof. Dr. Theodor Heuss das Ehrenzeichen der Bundesverkehrswacht in zwei Klassen.

Stiftungsurkunde des Ehrenzeichens der Deutschen Verkehrswacht vom 7. November 1957 in der Fassung vom 1 1. Juli 1968

Artikel 1

Die Deutsche Verkehrswacht stiftet zur Anerkennung von Verdiensten um die Sicherheit im Straßenverkehr mit Genehmigung des Herrn Bundespräsidenten das Ehrenzeichen der Deutschen Verkehrswacht.

Artikel 2

(1) Das Ehrenzeichen wird in zwei Klassen verliehen.

(2) Das Ehrenzeichen besteht aus einem weißen Emaillekreuz mit aufgelegtem Verkehrswachtsymbol - grünes Kreuz im grünen Ring mit der Umschrift "Sicherheit im Straßenverkehr". Die Rückseite trägt die Inschrift "Für Förderung der Sicherheit im Straßenverkehr - Deutsche Verkehrswacht -". Das weiße Emaillekreuz und das Verkehrswachtsymbol, sind in der ersten Klasse mit Gold, in der zweiten Klasse mit Silber eingefaßt.

(3) Das Ehrenzeichen wird in beiden Klassen an einem grünen Band mit weißem Randstreifen auf der linken Brusttasche getragen. Frauen tragen das Ehrenzeichen an einer gleichfarbenen Schleife.

Artikel 3

Das Ehrenzeichen wird vom Präsidenten der Deutschen Verkehrswacht verliehen.

Artikel 4

(1) Das Ehrenzeichen kann an natürliche Personen verliehen werden, die sich durch besonders erfolgreiche Tätigkeit oder durch hervorragende Einzelhandlungen um die Hebung der Sicherheit im Straßenverkehr, die Verhütung von Verkehrsunfällen, die Minderung von Verkehrsunfallfolgen, und um die sonstigen Aufgaben und Ziele der Verkehrswachtarbeit verdient gemacht haben.

(2) Die Beliehenen erhalten eine Verleihungsurkunde mit der Unterschrift des Präsidenten der Deutschen Verkehrswacht.

(3) Das Ehrenzeichen geht in das Eigentum der Beliehenen über.

Artikel 5

Erweist sich der Inhaber eines Ehrenzeichens durch sein Verhalten, insbesondere durch Begehen einer entehrenden Straftat der Auszeichnung unwürdig, so kann ihm durch Beschluß des Präsidiums der Deutschen Verkehrswacht das Ehrenzeichen entzogen werden; der Betroffene ist vor der Entziehung zu hören. Der Beschluß ist ihm schriftlich mitzuteilen, zu begründen und mit einer Rechtsmittelbelehrung zu versehen.

Artikel 6

Die Ausführungsbestimmungen erläßt der Präsident der Deutschen Verkehrswacht nach Anhörung des Präsidiums.

Bonn, den 1 1. Juli 1968

Prinz von Hessen

Erläuterungen

Nachdem sich die Bundesverkehrswacht 1967 in Deutsche Verkehrswacht umbenannt hatte, genehmigte der Bundespräsident Dr. Heinrich Lübke am 10.07.1968 die Änderung der Benennung (jetzt "Ehrenzeichen der Deutschen Verkehrswacht') und der Form der Auszeichnung (Bundesgesetzblatt Teil 1, S. 768 mit Berichtigung Bundesgesetzblatt 1969 Teil 1, S.1 1), Unter dem 11.07.1968 wurde die Stiftungsurkunde vom Präsidenten der DVW Richard Prinz von Hessen neu gefaßt.

Das Ehrenzeichen der Deutschen Verkehrswacht ist damit Teil des staatlichen Ordenswesens der Bundesrepublik Deutschland; die Rechtsgrundlage ist das Gesetz über Titel, Orden und Ehrenzeichen vom 26.07.1957 (Bundesgesetzblatt Teil 1 S. 844). Es gilt übrigens nur für das Ordenswesen des Bundes und läßt die Möglichkeit der Länder, eigene staatliche Orden und Ehrenzeichen zu schaffen, unberührt.

Quelle: Handbuch der Deutschen Verkehrswacht


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